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FRANZ BODI – GESTALTUNG DES SCHLOSSPARK 1996

Die jahrzehntelang auf sich gestellte Parkanlage wurde dem natürlichen Kräftemessen zwischen Natur und Kultur ausgesetzt. Je länger die pflegelose Zeit anhielt, umso schwieriger war es, die gestalterische Absicht, die der Anlage zu Grunde gelegt worden war, herauszufinden. Hiezu kam die Absicht, den historischen Kern wieder sichtbar und für jedermann erlebbar zu machen, die Parkanlage für die öffentliche Nutzung zu erweitern und die gesamte Anlage als eine große Einheit so zu konzipieren, dass sie sowohl ein zusammenhängendes Ganzes bildet, als auch als ein organischer Teil der umliegenden Landschaft in Erscheinung tritt.

Den Park nicht nur als ein eigenständiges, für sich bestehendes Werk zu betrachten, sondern als Raum für mögliche andere künstlerische Gestaltungen, war die Zielsetzung und die besondere Herausforderung. Kraft der differenzierten Topografie des Geländes, der vielfältigen Erscheinungsformen der Gewässer, der abwechslungsreichen Wechsel zwischen Bäumen – Wäldern – Wiesen waren die Voraussetzungen gegeben. Die gestalterische Absicht war, das Kräftespiel von „Natur und Kultur“ so wirksam werden zu lassen, dass daraus ein dynamisches Ganzes entsteht, wobei die Natur rein erlebbar bleibt und trotzdem die Möglichkeit für neue Interventionen gegeben ist.